Wo schlafen?

21. April 2017

Kleine Anekdote aus Studienzeiten: aus Kostengründen sind wir an eine vierspurige Straße und in der Einflugschneise des wenig frequentierten Düsseldorfer Flughafens gezogen. Da konnten uns auch die DOPPELT isolierten Fenster nicht länger als 1,5 Jahren halten, die uns der Vermieter wärmstens empfohlen hat. Weiterer Funfact: zur Wohnung gehörte eine „Terrasse“ seitlich des Hauses mit direktem Straßenblick. Man konnte sich aufgrund des Lärmpegels nicht normal unterhalten.
Seitdem weiß ich erholsamen Schlaf zu schätzen. Wenig überraschend sind wir spießig geworden und auf’s Land gezogen.

 

Da Fünf-Sterne-Betten mit Ruhe-Garantie bei der Anzahl an Übernachtungen jegliches Budget sprengen würden, kommen folgende Schlafoptionen in die engere Auswahl:

 

Zelten

Für all das Geraffel welches wir durch die Gegend schleppen, haben wir uns im Vorfeld ein Zelt mit viel Stauraum zugelegt. Vielleicht schreibe ich hierzu mal einen Erfahrungsbericht sobald es sich bewährt hat. In Skandinavien gibt es eine Fülle an Campingplätzen, die meistens auch sehr gut ausgestattet sind (Ferienhäuser als Schlechtwettervariante sowie Saunen sind keine Seltenheit). Etwas gedämpft wird die Vorfreude vom skandinavischen Preisniveau, welches durchaus mit hiesigen AirBnB-Preisen mithalten könnte.
Für eine grobe Information über die Plätze und Öffnungszeiten (!) haben wir uns die ADAC-Campingplatz-App besorgt (kostenpflichtig für Android wie Apple). Daneben gibt es ja gerade für Nordeuropa noch die Möglichkeit des ‚wilden Campens‘ nach dem Jedermannsrecht.

 

Warmshowers.org

Hierbei handelt es sich um ein Netzwerk an Radreisenden, die anderen Radlern kostenlos (Gastgeschenke o.ä. sind willkommen) eine warme Dusche sowie eine Schlafgelegenheit anbieten. Vielleicht vergleichbar mit Couchsurfing nur halt mit Fahrrad-Nerds. Bei grober Durchsicht war ich überrascht wie viele Mitglieder entlang unserer Route registriert sind. Eine passende App macht das ganze mobil einfach nutzbar.

 

Jugendherbergen / Hostel

Um unsere Spießigkeit noch mal zu unterstreichen: die Zeiten im Achtbettzimmer sind für uns vorbei – trotz aller Klassenfahrtromantik. Aber zumindest die deutschen Jugendherbergen richten sich ja zunehmend auf Radreisende ein und man bekommt gegen Mehrpreis ein Doppelzimmer. Da die deutsche Mitgliedschaft auch die internationale ‚Hostelling International‘ umfasst, können wir zumindest in Dänemark, Schweden, Finnland und Polen auf deren Häuser ausweichen. (Aber auch hier gilt: Hello Preisniveau! Das bevorzugte Doppelzimmer in Stockholm soll um die 80€ kosten).

 

AirBnB

Die Vermittlung privater Ferienzimmer bzw. ~wohnungen über diese Plattform dürfte mittlerweile wohl jeder kennen. Das Angebot erscheint in den bereisten Ländern ebenfalls sehr groß. Selbstredend gibt es hierfür eine App.

 

Letzter Ausweg:

Hotelzimmer über eine Buchungsplattform sofern sie eine Unterstellmöglichkeit für die Räder bietet.

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