18. Etappe EuroVelo10: Ventspils via Pavilosta nach Nica

14. Juni 2017

39. Tag: Wechselnd-bewölkt nach Pavilosta, 79km

Gut erholt ging es zunächst auf Radwegen weiter die Küste entlang. Später folgte dann die übliche Buckelpiste, da wir die Hauptverkehrsstraße meiden wollten. Dieser Plan änderte sich als wir auf einen Bewohner mit Hund trafen, diesen grüßten und er uns anschließend etwas auf Russisch mitteilen wollte. Wir verstanden nur Bahnhof – genau wie er bei unserem Englisch. Zum Schluss waren es ein paar Brocken Deutsch, die uns deutlich machten dass unsere Abkürzung in wenigen Metern in einer Schotterpiste enden würde und er uns einen Feldweg zurück auf die Hauptstraße empfahl. Dankbar für diesen Hinweis drehten wir um und fuhren gemeinsam mit den Autos die Küste entlang.

Zwischendurch gönnten wir uns ein wenig Kaffeeluxus und kamen daher erst etwas später in Pavilosta an. Die Küche im Hotel schloss um 19 Uhr und daher mussten wir uns mitsamt der Köchin beeilen. Den Nachtisch besorgten wir uns besser im Supermarkt, der auch auf dem Land an allen Tagen bis 23 Uhr geöffnet hatte.

Gesamtanstieg: 344 m

40. Tag: Geburtstagsparty in Nica, 76km

Das Frühstücksbuffet wurde exklusiv für uns angerichtet und wir hätten es auch fast komplett aufgegessen – was uns das erstaunte Gesicht der Inhaberin einbrachte. Das Wetter war wie für Ninas Geburtstag bestellt und so ging es bei Sonnenschein und Windstille gen Süden. In Liepaja, der drittgrößten Stadt Lettlands, bestellten wir einen Cappucchino und bekamen Kakao – was wir unter Verständigungsspaß verbuchten. Weiter dann auf der wenig befahrenen A10. Unser Quartier für die Nacht war ein Hotel in Nica, ca. 30km vor der litauischen Grenze. In dem Ort trafen wir auch auf eine ca. 55 jährige, französische Radlerin, die den EuroVelo10 alleine in entgegengesetzter Richtung fährt – wie klasse!

Am Supermarkt wurde ich dann das erste Mal von einem Mann mit Spirituosen in der Einkaufstüte „für den Autobus“ angebettelt. Selbst ein vorbeilaufender Mann lachte kopfschüttelnd darüber und diese Geste übernahm ich einfach.

Das Hotel samt Restaurant war gut auch wenn die Portionen nicht für hungrige Radfahrer ausgelegt waren. Dafür war das Personal spitze und servierte Nina einen kleinen Geburtstagskuchen.

Gesamtanstieg: 208 m

 

7 comments

  1. Comment by Ulf Nieber

    Ulf Nieber Reply 14. Juni 2017 at 18:34

    Nina, nachträglich meinen herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag.
    Das hast du vor einem Jahr sicher nicht geträumt, daß du diesen Geburtstag in der Nähe der litauischen Grenze den ganzen Tag auf dem Fahrrad strampelnd, feierst…

    Ich wünsche dir für dein neues Lebensjahr viel Gesundheit, genügend Power und weiterhin eine wunderschöne Zeit auf dieser Tour und darüber hinaus im neuen Lebensjahr.

    Liebe Grüße euch Beiden
    Ulf

    • Comment by nina

      nina Reply 16. Juni 2017 at 09:21

      Hallo Ulf,
      danke 🙂

      Stimmt, vor einem Jahr hätte ich nicht mit einem so langen Urlaub gerechnet. Das ist ja gerade das Schöne, man weiß nie was als nächstes passiert. In diesem Sinne geht es nun auf nach Danzig 🙂

      Dir ein schönes Wochenende.
      Bis bald, lass es dir gut gehen,
      Nina

  2. Comment by Kai

    Kai Reply 16. Juni 2017 at 15:16

    Auch von mir noch nachträglich alles gute zum Geburtstag Nina. Es ist schön immer etwas über eure Etappen zu erfahren. 👍👍
    Gruß Kai

    • Comment by nina

      nina Reply 16. Juni 2017 at 22:11

      Hallo Kai, dankeschön 🙂

      Im Urlaub Geburtstag zu haben ist schon was Feines 🙂

      Ich hoffe du bist zufrieden mit deinem Spiegel am Rad?!

      VG
      Nina

      • Comment by Kai

        Kai Reply 17. Juni 2017 at 01:16

        Ohhh ja der Spiegel… nein den habe ich wieder zurück gehen lassen, da er mir zu wenig Platz zwischen Hörnchen und Handrücken bot. Dann bleibe ich wohl eben bei meinem kleinen der direkt am Hörnchen sitzt. Stört zwar auch, aber war billig und ist klein und man kann ihn bei Bedarf einfach abmachen.

  3. Comment by Alfred

    Alfred Reply 16. Juni 2017 at 21:33

    Immer, wenn ich die Einträge lese, dann frage ich mich, ob ihr froh seid, wenn ihr endlich wieder zu Hause seid, oder ob ihr noch gut und gerne einen Monat anhängen könntet?
    Wie viele Etappen liegen noch vor euch?
    Wünsche euch noch viel Sonnenschein, keine störenden Mücken und Strecken, die „tendenziell“ bergab gehen.
    LG Alfred

    • Comment by nina

      nina Reply 16. Juni 2017 at 22:33

      Hallo Papa,

      es ist total interessant durch verschiedene Länder zu reisen, die Kultur und Leute kennenzulernen. Am Schönsten ist es dann natürlich wenn die Rahmenbedingungen wie bspw das Wetter auch passen.
      Wir hatten bislang viel Glück und können uns eigentlich nur über Gegenwind und interessierte aber harmlose Bremsen beschweren.

      Insofern könnte ich noch länger umherradeln :))

      Ich muss allerdings zugeben dass mir doch das Ein oder Andere von zu Haus fehlt (bspw. richtig guter Kaffee wann immer ich will und Wehren-Brot) und ich mich auf zu Hause freue.

      Ich denke so sollte es auch sein.
      Den Urlaub genießen, das Ende bedauern und sich auf zu Haus freuen :))

      Wir werden wahrscheinlich noch an 10 Tagen radfahren (ca 700km left). Da einige Etappen zwar schon abgeradelt aber noch nicht veröffentlicht wurden, lässt sich das schlecht in noch ausstehende Etappen umrechnen.

      Dir ein schönes, sonniges Wochenende.
      Bis bald, Nina:)

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