23. Etappe EuroVelo10: Kluki via Ustka nach Mielno

28. Juni 2017

50. Tag: 38km von Kluki nach Ustka – oder wie wir es nennen: Ruhetag

Als wir morgens aufstanden, brummten die Beine aufgrund des anstrengenden Vortags. Anscheinend hatte die Gastgeberin aber Mitleid mit uns und zauberte exklusiv das beste Frühstück, was wir die komplette Reise über bekommen haben. Als dann die Wege noch asphaltiert und wenig befahren waren, kamen wir uns kurz vor wie im polnischen Fahrradhimmel.

Eigentlich erreichten wir den 2-Sterne-Campingplatz in Ustka viel zu früh und ich versuchte noch Nina zu überzeugen etwas weiter zu fahren. Dies hätte allerdings wieder eine teurere Übernachtung zur Folge gehabt, da es auf der Strecke ansonsten nur Campingplätze mit abenteuerlichem Hygienestatus gab.

Als wir in Ustka dann das Sanitärhaus vorab besichtigen wollten, reagierte die Besitzerin etwas verärgert: es sei doch alles neu, sauber und mit warmen Wasser! Bis auf das Attribut ’neu‘ stimmten wir ihr nach der Kurzinspektion zu und bauten Nachmittags das Zelt auf – nachdem wir noch mal in die Aufbauanleitung geschaut hatten.

Nach einer Wasch-, Einkaufs- und Kochsession trafen wir auf ein polnisches Radfahrer-Pärchen mit Hund und hatten noch einige nette Unterhaltungen bis die Mücken die Oberhand erlangten.

Gesamtanstieg: 257 m

51. Tag Ustka nach Mielno, 97km

Ich arbeite ja beständig daran, Nina von den Vorteilen des Zeltens zu überzeugen. Viele Dinge liegen leider außerhalb meines Einflussbereiches: Regen, laute Musik, Ohrenkneiferplage und in diesem Fall: schnarchende Zeltnachbarn und Morgensonne. Da Ninas Duracell-Batterien morgens regelmäßig Startschwierigkeiten haben, bereite ich meist das Frühstück zu. Diesmal wurden wir zudem mit einem Kaffee von den Radler-Nachbarn verwöhnt (nein – die waren nicht die Schnarcher).

Unser Ziel war laut Google Maps 85km entfernt und wir hofften noch ein paar Meter bei einem See abzukürzen. Nach 50km auf meist abgelegenen aber gut befahrbaren Wegen gönnten wir uns in Darlowo eine Kaffeepause. Nach dieser kleinen Energieladung ging es weiter entlang einer Straße, bei der gerade ein Fahrradweg gebaut wird. Später trafen wir Radfahrer und fragten sie nach der Abkürzungsmöglichkeit am See – leider ohne Erfolg. Da die Straße um den See jedoch vollständig mit Radwegen ausgebaut ist, entschieden wir uns bei dem schönen Wetter zur Weiterfahrt und wollten einkehren sobald wir nicht mehr können.

Letztlich machte es aber so viel Spaß, dass wir bis nach Mielno zum nächsten Campingplatz durchgefahren sind. Hier sahen wir übrigens was ein 3-Sterne-ADAC-Rating bewirkt: es waren ausschließlich Deutsche dort.

Gesamtanstieg: 676 m

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