12. Etappe EuroVelo10: Nyköping via Farstanas nach Stockholm und Bye-bye Schweden

31. Mai 2017

25. Tag: Auf eine kurze Etappe folgt wieder eine Längere: Nyköping nach Farstanas, 80km, mäßig warm

Die Sonne geht hier schon gegen 4h auf und normalerweise sind wir so im Eimer, dass uns dies nicht vom Schlafen abhält. Diesmal störte es aber irgendwie und wir waren morgens nicht ganz so gut drauf. Auf ging es an einer IKEA-Wohnsiedlung (sic!) vorbei nach Nyköping. Von dort aus dann die üblich mäßig befahrene Küstenstraße bis nach Farstanas. In Summe ne ganz ordentliche Tagesration. Umso dankbarer waren wir als es am Campingplatz ein Restaurant sowie die Möglichkeit zum Wäschewaschen gab.

Anschließend dann das große Rätselraten wie es denn weitergehen sollte: die Fährtickets nach Turku waren am Wochenende natürlich wesentlich teurer als unter der Woche. Gerne hätten wir auch noch mal in Schweden eine Warmshower in Anspruch genommen – leider hatten wir bei den Hosts auch kein Glück. Als Zwischenlösung wollten wir auf einen Campinplatz bei Stockholm ausweichen und von dort weiter überlegen.

Gesamtanstieg: 670 m

26. Tag: Farstanas nach Stockholm: Get us out of here

Morgens waren wieder ein paar erschwingliche Tickets verfügbar. Zehn Minuten später waren sie aber schon wieder weg. Also fuhren wir los in Richtung Södertälje um dort bei einem Kaffee (der kleine Camping-Luxus) weiter die Möglichkeiten zu checken. Und siehe da: auf einmal gab es (verhältnismäßig) günstige Tickets. Es sollte aber noch bis zur Mittagspause dauern bis uns das komplizierte Buchungssystem eine Bestätigung ausspuckte. Damit war dann klar: wir müssen innerhalb von 3 Std. die 30km bis zum Stockholmer Hafen geschafft haben sonst verfällt die Buchung. Das war dann die erste Fahrt unter Zeitdruck und wir rockten die Pedalen.

Verständlicherweise war keine Zeit für schöne Wege und so fuhren wir meist parallel zur 8-spurigen Stadtautobahn (würg). Auch später in der Stadt waren Autos dominant: eines fuhr‘ mich beim Abbiegen fast über den Haufen. Fußgänger waren aber leider auch nicht rücksichtsvoller und sprangen zwei mal aus heiterem Himmel direkt vor mir auf den Radweg. Mit diesen abschließenden Erlebnissen fiel der Abschied aus Schweden leicht und wir freuten uns auf unsere Fährfahrt nach Tallinn/Estland und die dortigen neuen Eindrücke.

Der geneigte Leser springt jetzt auf und sagt

‚Moment mal! Was ist denn mit Finnland?‘

Und damit liegt er auch vollkommen richtig. Ursprünglich wollten wir von Schweden nach Turku/Finnland übersetzen um dann bis Helsinki zu radeln – was ca. 180km entspricht. Hiervon mussten wir aber Abstand nehmen, da es auf der Strecke zu wenige Übernachtungsmöglichkeiten für uns gibt und wir die restliche Route vermutlich unter Zeitdruck hätten abradeln müssen. Wir entschieden uns somit für die entspanntere Variante und besuchen Finnland dann ein anderes Mal.

Gesamtanstieg: 799 m

2 Kommentare

  1. Kommentar von Ulf Nieber

    Ulf Nieber Antworten 31. Mai 201710:40

    …mit dem beinahe Unfall mit dem Autofahrer, ich wünsche Euch weiterhin
    viel Glück, Power, tolle Eindrücke, einmalig schöne Erfahrungen und genießt diese Zeit. Liebe Grüße euch beiden Tim und Nina

    PS: Ihr steckt mich richtig an mit solch einer Radtour, war letztes WE alleine wandern am Rennsteig in Thüringen und war ganz begeistert.

    Dein Vater

    • Kommentar von tim

      tim Antworten 1. Juni 201708:58

      Guten Morgen Ulf,
      Vielen Dank und wie schön dass wir dich inspirieren konnten 🙂 Tatsächlich macht es nach wie vor jeden Tag Spaß und es gibt so unglaublich viel zu entdecken. Einziger Wermutstropfen: ab Tallinn geht es erstmals südlich und somit auf die langsame Rückreise. Toll wird es dennoch 😉 Ganz viele Grüße an Euch Beide

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